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Hygiene und Patientensicherheit haben in einem Krankenhaus oberste Priorität. Gleichzeitig stellt der anhaltende Fachkräftemangel auch den Sektor der Krankenhausreinigung vor enorme Herausforderungen. Das Universitätsklinikum Frankfurt am Main geht hier in Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft Infraklin neue, innovative Wege: Seit einiger Zeit unterstützen autonome Reinigungsroboter des Robotik-Spezialisten FENKA das Reinigungspersonal. Insgesamt neun Roboter sind mittlerweile erfolgreich im Einsatz und reinigen verschiedenste Bereiche des Klinikums – von langen Fluren über den unterkellerten Versorgungstunnel im Haus 23 bis hin zum Außenlager.
„Wir wollen sicherstellen, dass die Räumlichkeiten, Wege und Flure für unsere Patienten so sauber und sicher wie möglich sind“, erklärt Dr. Tristan Pouliquen, Dezernent für Materialwirtschaft, Einkauf und Dienstleistung am Uniklinikum Frankfurt. Die Entscheidung für den Einsatz von Robotik war dabei von Beginn an als kooperativer Ansatz gedacht. Es geht nicht darum, menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen, sondern eine sinnvolle Arbeitsteilung zu etablieren. Während sich das qualifizierte Reinigungspersonal auf hygienisch hochkritische Bereiche wie Operationssäle oder funktionale Abteilungen konzentriert, übernehmen die Roboter die laufintensive Flächenreinigung.
„Unsere Kolleginnen und Kollegen in der Reinigung absolvieren teilweise zwischen 18.000 und 20.000 Schritte am Tag“, so Dr. Pouliquen. Durch die Übernahme der Reinigung von weitläufigen Fluren, Wartebereichen und dem Versorgungstunnel werden die Mitarbeiter enorm entlastet. Auch im 5.000 Quadratmeter großen Außenlager in Weiterstadt sorgt ein FENKA-Roboter zuverlässig für Sauberkeit. Die autonomen Helfer sind überwiegend in den Nebenzeiten oder nachts unterwegs, navigieren sicher durch die Gänge und weichen Hindernissen dank integrierter Sicherheitsstufen souverän aus. Bisher gab es keinerlei Vorfälle.
Besonderen Wert legte das Uniklinikum auf die Akzeptanz der neuen Technologie durch das Personal und die Patienten. Durch frühzeitige Einbindung des Teams in die Projektentwicklung konnten anfängliche Berührungsängste schnell abgebaut werden. Ein sympathisches Detail: Die Roboter wurden in Zusammenarbeit mit dem Personal farblich gestaltet und mit Tiermotiven verziert. Das sorgt nicht nur bei den kleinen Patienten der Kinderabteilung für Begeisterung, sondern führt generell zu sehr positiven Reaktionen im Klinikalltag.
Die Zusammenarbeit mit FENKA bewertet das Uniklinikum als äußerst positiv. Statt die Roboter zu kaufen, entschied man sich für ein flexibles Mietmodell, um stets von technischen Weiterentwicklungen und Software-Updates profitieren zu können. Besonders der enge Austausch und der engagierte Customer Service von FENKA überzeugten die Verantwortlichen. „Die Techniker waren bei der Einführung vor Ort, haben das System ausführlich begleitet und standen jederzeit für Rückfragen zur Verfügung. Das ist keine Einbahnstraße, sondern eine echte Partnerschaft“, lobt Dr. Pouliquen.
Der erfolgreiche Einsatz im Universitätsklinikum Frankfurt zeigt eindrucksvoll, wie Automatisierung und Robotik im Healthcare-Sektor nicht nur Prozesse optimieren, sondern vor allem das wertvolle Personal entlasten können. Eine Ausweitung der Roboterflotte für künftige Anforderungen und weitere Flächen ist bereits in Überlegung.