Einführung

Wie funktioniert autonome Reinigungsrobotik im hochfrequentierten Klinikalltag? In dieser Case Study zeigt FENKA, wie 8 Reinigungsroboter täglich bis zu 20.000 m² Fläche automatisiert reinigen und das Personal der UK Frankfurt am Main nachhaltig entlasten.

Probleme vor der Zusammenarbeit mit FENKA Robotics

Vor dem Einsatz der Robotik-Lösungen von FENKA Robotics war das Dezernat mit massiven strukturellen und operativen Herausforderungen konfrontiert, die den gesamten Klinikbetrieb belasteten:

  • Akuter Fachkräftemangel und Rekrutierungsprobleme: Der Arbeitsmarkt im Reinigungs- und Dienstleistungssektor ist stark ausgedünnt. Es war kaum noch möglich, qualifiziertes Personal dauerhaft zu gewinnen.
  • Hohe Personalfluktuation: Die typisch hohe Wechselbarkeitsrate im Niedriglohnsektor führte zu ständigen personellen Engpässen und unzuverlässigen Dienstleistungszyklen.
  • Extreme physische Belastung der Mitarbeitenden: Die manuell zu reinigenden Flächen erforderten von den Reinigungskräften ein enormes Laufpensum von 18.000 bis 20.000 Schritten pro Arbeitstag. Dies führte langfristig zu gesundheitlichen Überlastungen und hohen Krankenständen.
  • Ineffiziente Bindung von Ressourcen auf Großflächen: Das manuelle Reinigen von unendlich langen, monotonen Fluren blockierte wertvolle Arbeitszeit des Eigenpersonals, die an kritischen Stellen fehlte.
  • Gefahr für die Patientensicherheit: In einem Universitätsklinikum hat die Krankenhaushygiene direkten Einfluss auf die Patientensicherheit. Personelle Engpässe gefährdeten potenziell die lückenlose Einhaltung der strengen Hygienestandards.

Erster Kontaktpunkt mit FENKA Robotics:

Der erste Kontakt zu FENKA Robotics entstand im Rahmen von Marktanalysen und dem Besuch von Fachmessen durch das Logistik- und Einkaufsteam der Uniklinik. Um den theoretischen Nutzen für das Klinikum zu prüfen, wurde ein strukturierter Pilotprozess vereinbart. FENKA Robotics führte eine Live-Vorführung direkt vor Ort im Haus durch. Dabei wurde ein konkreter Raum testweise gereinigt, um das Reinigungsergebnis, das Fahrverhalten und das technische Handling unter realen Bedingungen tiefgehend zu evaluieren. Zudem wurden wertvolle Referenzen und Erfahrungswerte aus anderen Industriezweigen und Krankenhäusern in die Entscheidungsfindung einbezogen.

Gab es vorher Bedenken hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit FENKA Robotics?

Ja, vor dem finalen Roll-out gab es sowohl auf Führungsebene als auch innerhalb der Belegschaft Vorbehalte:

  • Skepsis im Rahmen des Change Managements: Im öffentlichen Dienst und in Großstrukturen stoßen technologische Veränderungen oft auf Widerstände. Es existierten Zukunftsängste unter den Mitarbeitenden, durch Maschinen wegrationalisiert oder ersetzt zu werden.
  • Haftungs- und Sicherheitsbedenken im Klinikalltag: Es bestand die Sorge, dass autonome Roboter im dichten Krankenhausverkehr (Notfälle, Patiententransporte, rollende Betten) Unfälle verursachen, Personen anfahren oder Sachschäden wie die Zerstörung von Glastüren herbeiführen könnten.
  • Zweifel an der Praxistauglichkeit in komplexen Arealen: Aufgrund allgemeiner Erfahrungen mit IT- und Automatisierungsprojekten herrschte Skepsis, ob die Roboter in den verwinkelten, teils dunklen Katakomben und weitläufigen Fluren der Frankfurter Uniklinik tatsächlich autark und fehlerfrei funktionieren würden.

Wie genau hat FENKA Robotics dem UK Frankfurt geholfen die Ziele zu erreichen?

Das farbenfrohe Design in Form einer Tierwelt

FENKA Robotics überzeugte durch einen partnerschaftlichen, stark praxisorientierten Ansatz und maßgeschneiderte Lösungen:

  • Intensiver Vor-Ort-Support und Customer Service: Das FENKA Robotics-Team begleitete die Implementierungsphase physisch vor Ort. Techniker buchten sich in lokale Hotels ein, um das Projekt weit über die üblichen Dienstzeiten hinaus (auch nachts über 10 bis 12 Stunden) intensiv zu überwachen und das Klinikpersonal anzulernen.
  • Unterstützung bei der Mitarbeiterakzeptanz: FENKA Robotics half dabei, die Roboter zu emotionalisieren. Gemeinsam mit der Projektentwicklung wurde den Maschinen ein farbenfrohes Design in Form einer Tierwelt („kleiner Zoo“) gegeben. Das Personal wurde in die Namensgebung und Einsatzplanung einbezogen, wodurch Ängste abgebaut wurden und die Maschinen als echte Kollegen akzeptiert wurden.
  • Bereitstellung kompromissloser Sicherheitstechnologie: Die Roboter wurden mit hochsensiblen, mehrstufigen Sicherheitssystemen ausgestattet. Bei einer potenziellen Annäherung oder einem Beinahe-Unfall weichen die Roboter nicht unvorhersehbar aus, sondern bleiben sofort starr stehen, was im Klinikverkehr maximale Sicherheit garantiert.
  • Flexibles und risikoarmes Finanzierungsmodell: FENKA Robotics bot anstelle eines risikoreichen Kaufs flexible Leasing- und Mietmodelle an. Dadurch bleibt die Uniklinik technologisch agil, partizipiert automatisch an Software-Updates und umgeht das Problem starrer Abschreibungstabellen (AfA) bei schnellen Innovationszyklen.

Ergebnisse der Zusammenarbeit

Die Kooperation mit FENKA Robotics hat zu messbaren operativen und wirtschaftlichen Erfolgen geführt:

  • Massive Flächenabdeckung: Aktuell werden ca. 15.000 bis 20.000 Quadratmeter Fläche erfolgreich durch die Roboter gereinigt. Dies umfasst die unterkellerten Highways des Haupthauses 23, die Wartebereiche der Häuser, die Gastronomiebereiche sowie die Hallenflächen des Außenlagers in Weiterstadt.
  • Strategische Personalentlastung: Die Roboter reinigen die weitläufigen Flure primär in den verkehrsarmen Nebenzeiten (nachts). Das qualifizierte Eigenpersonal wird dadurch von monotonen Laufwegen befreit und kann gezielt in hochkritischen Bereichen eingesetzt werden, die zwingend menschliche Gründlichkeit erfordern (z. B. Operationssäle und die Zentrale Steringutversorgungsabteilung / ZSVA).
  • Fehlerfreie Sicherheitsbilanz: Seit Monaten im täglichen Realeinsatz gab es keinen einzigen Vorfall, Unfall oder Sachschaden. Die Sensortechnik funktioniert einwandfrei.
  • Positive Arbeitsatmosphäre und Imagegewinn: Die bunt gestalteten Roboter sorgen bei Patienten, Besuchern und insbesondere in der Kinderabteilung für positive Reaktionen. Im Außenlager Weiterstadt hat sich der Roboter durch seine akustischen Signale am Ende der Reinigung sogar als sympathisches „Feierabendsignal“ für die Belegschaft etabliert.

So hat die Zusammenarbeit den Alltag im UK Frankfurt verändert

  • Entlastung im operativen Krisenmanagement: Der tägliche Druck, personelle Ausfälle bei der Grund- und Flächenreinigung kompensieren zu müssen, wurde drastisch reduziert. Die Reinigung der Hauptverkehrswege läuft automatisiert und verlässlich im Hintergrund.
  • Erfolgreiche Positionierung als Innovationsführer: Tristan Pouliquen konnte ein Vorzeigeprojekt im Bereich Healthcare-Robotics realisieren, das als Best Practice für andere Kliniken und den öffentlichen Sektor dient. Er hat bewiesen, dass „Out of the Box“-Denken im Einkauf direkt zu messbaren Qualitätssteigerungen führt.
  • Planungssicherheit im Controlling: Durch das gewählte Betreibermodell verfügt er über exakt kalkulierbare Kostenstrukturen und verlässliche Leistungskennzahlen für die Steuerung der Tochtergesellschaft Infraklin.

Weitere wichtige Aspekte: Technologische Flexibilität als Beschaffungsstrategie

Ein zentraler strategischer Aspekt ist die bewusste Entscheidung gegen den Kauf der Hardware. In der Robotik veralten Systeme durch rasante KI- und Software-Fortschritte schnell. Das von FENKA Robotics angebotene Miet- und Leasingmodell stellt sicher, dass die Uniklinik Frankfurt ohne erneute extreme Investitionskosten (CAPEX) von Upgrades profitiert. Dies löst das typische Problem des öffentlichen Dienstes, bei dem veraltete Geräte aufgrund von Abschreibungsfristen jahrelang weitergenutzt werden müssten, obwohl sie nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.

Ratgeber

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