Digital Cleaning Day 2026: FENKA Robotics, Blink und ToolSense machen Frankfurt zum Treffpunkt der digitalen Gebäudereinigung

Über 200 hochkarätige Fachleute aus Gebäudereinigung und Facility Management diskutierten in Frankfurt über Robotik, KI und Personalmangel, doppelt so viele wie im Vorjahr.
Robotik kann für Gebäudedienstleister zum Vorteil werden, wenn sie ihr Geschäftsmodell anpassen. Diese These vertrat Michael Lackner, Geschäftsführer von Dr. Sasse Facility Management Österreich, beim Digital Cleaning Day am 7. Oktober in der Union Halle in Frankfurt am Main. Nach seiner Rechnung kann sich ein Reinigungsroboter schon auf vergleichsweise kleinen Flächen wirtschaftlich lohnen. Zur zweiten Ausgabe der Veranstaltung luden FENKA Robotics, Blink und ToolSense Entscheiderinnen und Entscheider aus Gebäudereinigung und Facility Management ein, um über den Einsatz von Robotik, Künstlicher Intelligenz und IoT in der Reinigung der Zukunft zu diskutieren. Mit insgesamt über 200 hochkarätigen Teilnehmenden verdoppelte sich die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr.
Im Mittelpunkt standen die zentralen Herausforderungen der Branche: Personalmangel, steigende Kosten und fehlende Transparenz. Anhand von Live-Demos, Praxisberichten und konkreten Kosten-Nutzen-Rechnungen zeigten die Veranstalter und Speaker, wie Personal, klassische Reinigungsmaschinen und moderne Robotik in einem digitalen Ökosystem zusammenarbeiten können.

Vorträge mit Praxisbezug
In seinem Vortrag zeigte Michael Lackner, welche Chancen und Risiken die strategische Implementierung von Robotik mit sich bringt. Bei Dr. Sasse ist Robotik bereits Arbeitsalltag, Mensch und Roboter arbeiten Seite an Seite. Ein Reinigungsroboter erreiche nach seiner Rechnung schon ab rund 80 m² Netto-Reinigungsfläche den Break-even.
„Robotik ist bei uns keine Vision mehr, sondern Arbeitsalltag. Damit sie für Gebäudedienstleister zum Vorteil wird und nicht zur Gefahr, müssen wir unser Geschäftsmodell verändern: in Prozessen, Führung und Kennzahlen. Wer das jetzt angeht, sichert sich einen klaren Wettbewerbsvorteil“, sagt Michael Lackner, Geschäftsführer von Dr. Sasse Facility Management Österreich.
Thomas Bakeberg, CEO von Blink, zeigte, wie KI Reinigungskräfte vom ersten Tag an unterstützt: vom digitalen Onboarding bis zur eigenen App, einsatzbereit in wenigen Minuten. Moritz Fendt, CEO von FENKA Robotics, gab einen Ausblick auf die Zukunft des Facility Managements und darauf, wie Robotik den wirtschaftlichen Erfolg von Dienstleistern sichern kann.
Workshop: Der erste eigene KI-Agent

Besonders praxisnah wurde es im Workshop „Build your own AI Agent“ von Rostyslav Yavorskyi, CTO von ToolSense. Unter seiner Anleitung bauten alle Teilnehmenden ihren ersten eigenen KI-Agenten und erlebten unmittelbar, wie sich Künstliche Intelligenz ohne lange Vorlaufzeit in den Arbeitsalltag der Reinigungsbranche übertragen lässt.
Austausch unter Wettbewerbern
Neben dem Programm nutzten viele Teilnehmende den Tag für den Austausch untereinander, auch zwischen Dienstleistern, die im Markt sonst als Wettbewerber auftreten. Vertreten waren über 100 Unternehmen. Viele Gäste blieben nach Programmende bis in den späten Abend.
Stimmen der Veranstalter
„Es war eine große Freude, den Digital Cleaning Day gemeinsam mit Blink und FENKA Robotics bereits zum zweiten Mal zu veranstalten. Die Veranstaltung hat sich inzwischen zu einem zentralen Treffpunkt für die Digitalisierung im Facility Management in der DACH-Region entwickelt. Für uns als ToolSense ist sie ein wertvoller Rahmen für den direkten Dialog mit der Branche, auf unserem Weg, den globalen Standard für Asset Management im FM zu schaffen“, sagt Alexander Manafi, CEO und Co-Founder von ToolSense.
„Robotik ist in der Gebäudereinigung keine Zukunftsvision mehr, sondern eine konkrete Antwort auf den Fachkräftemangel. Der Digital Cleaning Day zeigt, wie viel Dynamik entsteht, wenn Dienstleister, Hersteller und Softwareanbieter an einem Tisch sitzen und gemeinsam an Lösungen arbeiten“, sagt Moritz Fendt, CEO von FENKA Robotics.
„Digitalisierung muss für die Menschen auf der Fläche einfach funktionieren. Wenn neue Reinigungskräfte mit KI in wenigen Minuten startklar sind, entlastet das die Objektleitungen und sichert Qualität vom ersten Tag an. Genau diesen Praxisbezug haben wir in Frankfurt gezeigt“, sagt Thomas Bakeberg, CEO von Blink.
Ausblick
Die drei Veranstalter planen, den Digital Cleaning Day auch 2027 fortzusetzen, in einem noch größeren und interaktiveren Rahmen.
Über FENKA Robotics
FENKA Robotics mit Sitz in Gräfelfing ist Deutschlands führender, herstellerunabhängiger Systemintegrator für Reinigungs- und Serviceroboter in der professionellen Gebäudereinigung. Mit über 1.000 installierten Systemen bietet das 2023 gegründete Unternehmen flexible Full-Service-Mietmodelle an: von Beratung, Installation und IoT-Anbindung über KI-gestützte Fernwartung und ein eigenes Ersatzteillager bis zu Schulung, Wartung und Reparatur durch mehr als 20 eigene und über 75 externe Servicetechniker. Zu den Kunden zählen im Facility Management unter anderem Apleona, Stölting und Götz FM, außerdem Unternehmen wie die Charité Berlin, Müller und Hermes.
Über Blink
Die Blink GmbH mit Sitz in Nürnberg entwickelt die Mitarbeiter-App speziell für die Gebäudereinigung. Mit Blink steuern Objektleitungen Arbeitszeiten, Dienstpläne und Objekte in Echtzeit: Reinigungskräfte erfassen ihre Zeiten per QR-Code oder NFC, Ticketsystem, Chat, Einsatzplanung und digitale Arbeitsscheine bilden die mobilen Prozesse der Gebäudedienstleistung ab. Über 350 Kunden mit mehr als 100.000 Reinigungskräften arbeiten mit Blink. Mehr unter www.blink.de.
Über ToolSense
ToolSense ist die führende Asset Operations Plattform für das FM. Die Plattform bündelt Reinigungsmaschinen, Reinigungsroboter, Werkzeuge, Fahrzeuge und Infrastruktur aller Hersteller an einem Ort und schafft so volle Transparenz über Standorte, Auslastung, Wartung und Kosten. Mit über 30 Integrationen zu OEMs und Roboterherstellern ermöglicht ToolSense herstellerübergreifendes Flotten- und Robotermanagement. Das 2017 in Wien gegründete Unternehmen betreut über 250 Kunden in mehr als 30 Ländern, verwaltet über 1,5 Millionen Assets und wird seit 2026 von GRO Capital unterstützt. Mehr unter toolsense.io/de.